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So schont man Geldbeutel und Umwelt

In Zeiten steigender Kraftstoffpreise kommen immer mehr Autofahrer zu der Einsicht oder auch aus wirtschaftlichen Zwängen dazu, sich beim Fahren so zu verhalten, dass so wenig Kraftstoff wie möglich verbraucht wird. Die untenstehenden Tipps sollen Ihnen dabei helfen.

 

Am meisten kann man mit dem Gasfuß sparen

10 Cent und mehr lassen sich pro Kilometer Strecke durch eine verbrauchsoptimierte Fahrweise einsparen.

Mit wenig Gas losfahren, rasch hochschalten und dann mit möglichst niedriger Drehzahl die Geschwindigkeit halten. Im Einzelnen bedeutet dies:
 

  • beim Anlassen kein Gas geben
  • nach dem Anfahren sofort in den 2. Gang wechseln
  • mit 3/4 Gas zügig beschleunigen
  • frühzeitig hochschalten
  • nicht zurückschalten, solange der Motor ohne zu ruckeln Gas annimmt

Diese Tipps, die übrigens sowohl innerorts wie auch ausserorts gelten, bringen noch mehr, wenn man zusätzlich vorausschauend fährt und unnötiges Bremsen vermeidet. Jeder Tritt aufs Bremspedal vernichtet Energie, die beim anschließenden Beschleunigen wieder teuer bezahlt werden muss. Vorausschauend Fahren heisst auch, mehr Abstand zu halten und nicht nur den Vordermann im Visier zu haben. Nur so kann man sich in seinem Brems- und Beschleunigungsverhalten dem Verkehrsfluss optimal anpassen. Unter dem Gesichtspunkt des Benzinsparens bringt es nichts, beim Heranrollen an die Ampel den Gang herauszunehmen; die meisten modernen Autos haben eine Schubabschaltung, die beim Einsatz der Motorbremse die Benzinzufuhr abriegelt.

Teurer Kraftstoff wird vergeudet, wenn der Motor läuft und das Auto steht: zum Beispiel vor Ampeln, an Bahnschranken oder im Stau. Hier kann man ganz einfach mit dem Zündschlüssel sparen. "Motor aus" lohnt sich schon bei Wartezeiten weit unter einer Minute. Allerdings bringt die "Ampelpause" nur bei warmem Motor etwas. Häufiges Anlassen ist dann auch für Motor und Anlasser kein grosses technisches Problem. Allerdings sollte dieser Tipp nicht dazu führen, dass es zu Störungen im Verkehrsablauf kommt. Wird der Motor erst wieder in Gang gesetzt, wenn der Vordermann bereits unterwegs ist, bilden sich unnötige Staus, die unter dem Strich mehr Kraftstoff kosten.

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Beim Kaltstart und an der Ampel zahlt jeder drauf

30 Liter und mehr auf 100 Kilometer braucht laut ADAC ein Auto mit Benzinmotor, wenn es mit kaltem Motor auf die Strecke geht. Zwar dauert diese Startphase nur wenige hundert Meter, in dieser Zeit aber läuft der Motor mit "fetterem" Gemisch, braucht also mehr Benzin. Wer häufiger – vor allem im Winter – nur mal schnell um die Ecke fährt, darf sich nicht wundern, wenn er mit seinem Auto öfter als sonst Gast an der Zapfsäule ist. Deshalb Kurzstreckenverkehr wenn möglich vermeiden. Manchmal hilft es schon, wenn man einfach besser plant und notwendige Fahrten zusammenlegt. Strecken im absoluten Nahbereich kann man auch zu Fuß oder per Fahrrad bewältigen. Eine besonders "kraftstoffsparende" Alternative, die oft nur daran scheitert, dass man unter Termindruck steht.

 

Geteilte Fahrt ist halber Preis

Auch mit Fahrgemeinschaften lässt sich viel Kraftstoff und damit Geld sparen. Also am besten mit Arbeitskollegen oder Nachbarn reden. Hat man das gleiche Fahrziel, rentiert sich die Fahrgemeinschaft für alle Beteiligten.

 

Jedes Kilo kostet Geld

ADAC-Experten haben herausgefunden, dass eine Zuladung von 100 Kilo je nach Fahrweise und Verkehrssituation einen durchschnittlichen Mehrverbrauch von 0,2 bis 0,6 Liter bedeutet. Wer also seinen Kofferraum als Lager für nicht gebrauchtes Autozubehör, Reiseutensilien oder Getränkekästen missbraucht, muss dafür beim Tanken "Miete" zahlen.

 

Oben ohne hilft Sprit sparen

Noch stärker wirkt sich nach Auskunft des ADAC alles aus, was die Aerodynamik des Fahrzeugs stört. Ski- oder Fahrradständer, Dachboxen und Dachgepäckträger können den Kraftstoffverbrauch um 10 bis 50 Prozent erhöhen. Weil dieser Effekt bei höherem Tempo zunimmt, sollte man mit Dachlasten nicht schneller als 130 km/h fahren, will man aus seinem Auto keinen Schluckspecht machen.

 

Technik die Sparen hilft

So genannte Leichtlauföle für den Motor und Reifen mit niedrigem Rollwiderstand können den Autofahrern helfen Kraftstoff zu sparen. Wie eine ADAC-Untersuchung ergab, senken dünnflüssige Leichtlauföle den Verbrauch im Vergleich zu herkömmlichem Mineralöl mit höherer Viskosität um bis zu 6 Prozent. Die größten Einsparungen ergeben sich dabei im innerstädtischen Kurzstreckenverkehr. Allerdings ist dieses Öl meist deutlich teuerer, sodass die Verbrauchseinsparung durch den höheren Preis teilweise wieder aufgezehrt wird.

Auch die Reifen haben großen Einfluss auf den Benzinverbrauch. Wer ständig mit zu wenig Druck im Reifen unterwegs ist, wird dafür mit einer höheren Tankrechnung bestraft. Am besten ist es, schon beim Kauf von Neureifen auf ihre Spritspareigenschaften zu achten.

Produkte und Geräte, mit denen sich laut Werbung angeblich erhebliche Mengen Kraftstoff sparen lassen, erfüllen selten die in sie gesetzten Erwartungen. Der ADAC hat in der Vergangenheit einige dieser Wundermittel getestet und ist durchwegs zu negativen Ergebnissen gekommen. Dies wird auch von anderen unabhängigen Testinstituten bestätigt. Besser ist es nach Ansicht der ADAC-Techniker, seinen Motor regelmäßig warten zu lassen.

 

Energie gibt’s nicht zum Nulltarif

Die Zubehörindustrie liefert eine Menge Produkte, die das Autofahren angenehmer machen. Die meisten verbrauchen zusätzliche Energie und somit auch Kraftstoff. Zu den energieintensiven Annehmlichkeiten gehören Standheizung und Klimaanlage. Der ADAC hat ermittelt, wie viel Kraftstoff man dafür aufwenden muss. Bei Klimaanlagen ist je nach Motorkonstruktion, Kühlleistung und Fahrzeug-Einsatz von einem Mehrverbrauch von 0,3 Liter bis 0,7 Liter Kraftstoff pro Stunde auszugehen. Standheizungen verbrauchen in der selben Zeit rund 0,25 Liter. Trotzdem spricht nichts gegen eine sinnvolle Nutzung von Klimaanlage und Standheizung. Der Wohlfühl-Effekt sorgt schließlich für ein gutes Innenraum-Klima und hält den Fahrer fit. Angesichts steigender Spritpreise sollte man jedoch die Einschaltzeit auf das notwendige Maß begrenzen.

Auch wer statt Klimaanlage auf offene Fenster oder Schiebedächer setzt, kommt nicht ungeschoren davon. Tests ergaben, dass bei Tempo 130 ein Audi A4, mit vorne links geöffneter Seitenscheibe 0,13 Liter, ein Golf 0,29 Liter mehr schluckt.

Gewiefte Spritsparer wissen es längst: Auch wer mit den elektrischen Verbrauchern im Auto sparsam umgeht, spart Kraftstoff. Grob gerechnet benötigt man fast 1 Liter Kraftstoff um im Auto ein Kilowatt elektrische Leistung zu erzeugen. Musikfans beispielsweise, die in ihren vorgeheizten Sitz gekuschelt auf der Fahrt von München nach Frankfurt ihrer 4-Kanal Hifi-Anlage lauschen, zahlen dafür rund einen Euro an der Tankstelle.

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